Jazzseminar

Musikliebhaber, die leidenschaftlich gerne Jazz hören, sind zumeist auch interessiert an seinen Ursprüngen. Es empfiehlt sich, in diesem Falle, ein Jazzseminar zu besuchen. In der Regel werden Seminare dieser Art an jeder guten Musikschule abgehalten. Ein Jazzseminar ist gänzlich auf die Bedürfnisse seiner Teilnehmer zugeschnitten und vermittelt ihnen umfangreiches Wissen über diesen besonderen Musikstil.
Die Wiege der des Jazz liegt in New Orleans bzw. in den Südstatten der USA. Jazzmusik entwickelte sich aus den melancholischen und dabei doch sehr melodiösen Liedern der afrikanischen Sklaven heraus. Auch die für afroamerikanische Kirchen typischen Gospel-Songs flossen in die Musikrichtung des Jazz mit ein. Des Weiteren wurde Jazz ebenso durch lateinamerikanische und französische Folklore beeinflusst, denn die schwarzen Sklaven westafrikanischen Ursprunges kamen zumeist erst nach einem längerem Aufenthalt auf den Westindischen Inseln in den Süden der Vereinigten Staaten. In New Orleans selbst, welches früher Frankreich und später Spanien gehörte und erst im Jahre 1803 von den USA gekauft wurde, bildeten die Kreolen eine große Mittelschicht. Diese Mischlinge benutzten europäische Instrumente und spielten damit “vornehme” französische Musik, welche hauptsächlich aus Menuetten, Quadrillen, Opernmelodien und Militärmärschen bestand. Die Kreolen schauten in dieser Zeit verächtlich auf die afrikanischen Neger herab, die darauf bedacht waren, die Tradition ihrer “gewöhnlichen” afrikanischen Musik beizubehalten. Erst um 1890, mit der Einführung eines Rassentrennungsgesetzes, fielen diese Schranken. Der New-Orleans-Jazz wurde später vor allem durch einen seiner berühmtesten Vertreter, Louis Armstrong, weltweit bekannt.
Natürlich lernen Sie in einem Jazzseminar nicht nur die Geschichte des Jazz kennen. Vielmehr wird es Ihnen hier ermöglicht, selbst ein Instrument spielen zu lernen, welches beim Jazz seinen Einsatz findet. Typisch dafür sind beispielsweise E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Saxophon.
Passionierte Kenner des Jazz identifizieren, nur beim reinen Zuhören, jeden Solisten sowie jede Formation lediglich an ihrer Spieltechnik und Instrumentenführung. Der Besuch eines Jazzseminar kann Ihnen helfen, selbst solch ein feines Gehör zu erhalten und zum Jazzexperten zu werden.
Jazzmusik ist unheimlich vielseitig. Blues und Swing sind nur zwei der vielen Variationen, die aus dem Jazz heraus entstanden sind. Jazz wird mittlerweile absolut zu Recht als “Weltmusik” bezeichnet, denn er ist längst nicht mehr nur der farbigen Bevölkerung vorbehalten. Schwarze und weiße Menschen lieben ihn gleichermaßen. Lassen auch Sie sich von ihm mitreißen, werden auch Sie ein Teil davon, und bilden Sie sich auf einem Jazzseminar weiter!

Jazz Radio

Wer denkt, Jazz-Musik sei längst aus der Populärmusik
verschwunden und diene heutzutage nur noch zur Beschallung im Fahrstuhl, der
irrt.
Auch wenn es natürlich ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist, Jazz
live auf einem Konzert zu hören, so gibt es doch einige, mehr oder wenig
bekannte, Jazz-Sender im Radio.
Die meisten Sender, die diese Musik-Sparte
bedienen, finden sich im Internet. So müssen sie sich nicht auf die
eingeschränkte Hörerzahl einer einzelnen Region beschränken. Ein großer
Radio-Sender dieser Art ist beispielsweise www.jazzradio.net.
Ein Vorteil dieser Art des Radios ist es, dass der Empfänger über die Internetpräsenz
weitere Informationen über die Musikrichtung erhält, da es neben dem
Musik-Stream auch etliche Berichte und Meldungen gibt.
Aber auch unter den
traditionellen Radio-Sendern findet man einige, die Jazz-Musik spielen. Da dies
aber meist nur zu sehr ausgewählten Zeiten der Fall ist, hilft die Internetseite
www.jazzimradio.de. Hier können Sie sich bequem über die Sendezeiten von
Jazz-Musik im Rundfunk informieren. Der Autor, Jacek Brun, bietet neben der
Information, welche Sendung wann und wo läuft auch Auskunft darüber, in welchen
Gebieten die entsprechenden Sender zu empfangen sind.
Wer in Berlin wohnt,
hat es einfacher, über das Radio Jazz-Musik zu hören. Auf der Frequenz 101,9
findet man hier den Sender „Jazz Radio“, der 24 Stunden täglich Jazz-Musik
sendet.
Hierbei wirbt der Sender damit, variierenden Stilen gerecht zu werden
und sowohl Mainstream und Electronic, als auch Latin, Smooth, Swing und Soul zu
spielen. Eine Besonderheit ist der Ort, von dem aus täglich zwischen 18 und 24
Uhr gesendet wird: Wer im Mariott Hotel Berlin (5 Sterne) zu Gast ist, kann den
Moderatoren direkt bei der Sendung zuschauen.
Denjenigen, die ein paar
französische Worte nicht scheuen, sei wärmstens die Internetdomäne
www.jazzradio.fr empfohlen. Eingeweihten ist bekannt, dass die französische
Jazz-Szene momentan blüht, daher findet man hier eine ganz besondere Auswahl an
alten und neuen Szene-Titeln. Des Weiteren findet man hier neben einem
ausführlichen Programm Videos und Konzertkalender – leider nur für
Frankreich.
Dass Jazz jedoch auch vom deutschen Rundfunk gefördert wird,
erkennt man an den eigenen Big Bands einiger Radiosender. Besonders zu erwähnen
ist hierbei die SWR Big Band, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert
und stolz auf ihre vierfache Nominierung für den US-Grammy zurückblickt.

berühmte Jazzmusiker

Ist Jazz noch aktuell?

 

 

Wenn Sie Jazz hören, was sind die ersten Künstler, die Ihnen
in den Sinn kommen?
Einige werden sicher Duke Ellington, Louis Armstrong,
Glenn Miller, Aretha Frankling oder Miles Davis sein.
Da diese Künstler bis
heute bekannt sind, sollten Sie sich fragen, wie kommt das, warum erinnert man
sich an Künstler, die Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts lebten und
wirkten?
Um dieses zu verstehen, müssen Sie zurück in die Vergangenheit, an
die Wurzel des Jazz.
Den Ursprung dieser schwingenden, inspirierenden und so
freien Musik findet man Anfang des 19. Jahrhunderts im Süden der Vereinigten
Staaten. In Zeiten der Rassentrennung konnten afroamerikanische Künstler nur in
den erzwungenen, eigenen Kreisen auftreten. Die Kirche als Hauptbestandteil des
Alltags und der Spiritualität wirkte wie ein Ventil, die Gospel waren das
Instrument, dem Leben und Leid zu trotzen.
So ist es nur folgerichtig, dass
der Jazz auf viele Elemente des Gospels und dem ihm eigenen Rhythmus zurückgriff
und diesen weiterentwickelte. Jazz bringt die Lebensfreude und auch den Trotz,
sich nicht zu beugen und weiter auf Gott und sich zu vertrauen, zum Ausdruck und
führte viele der radioberühmten Jazzmusikern zusammen. In den berühmten
Jamsessions wurde improvisiert und mit Instrumenten und Rhythmen, Klängen und
der Stimme gespielt und virtuos das Publikum unterhalten.
Es war eine
bewegende, unruhige Zeit; Weltwirtschaftskrise, Weltkriege, Rassenunruhen und
die Musiker nutzen den Jazz, dieses zu verarbeiten und vom Alltag abzulenken.
Durch Arbeitslosigkeit in Ihrer Existenz bedroht, fanden sich radioberühmte
Jazzmusiker zu Big Bands zusammen, dieses hatte vielseitige, synergetische
Effekte. Die Musik wurde dynamischer, schneller und erreichte ein immer größeres
Publikum.
Ständig entwickelte sich Jazz in den Städten des Südens aber nun
auch im Norden Amerikas weiter. Unabhängig voneinander, geografisch weit
auseinanderliegend, waren die Musiker individuell, stilistisch hochbegabt,
teilweise perfektionistisch und doch klang der Jazz einzigartig und hatte viele
Gemeinsamkeiten, war er nun aus New Orleans oder Chicago.
Die weltweite
Verbreitung des Modern Jazz war die logische Konsequenz und bot den Nährboden
für die weiten Verzweigungen und Strömungen des Jazz.
Ohne Jazz und seine
Anfänge hätte es Musiker wie Elvis Presley oder Jimi Hendrix nicht
gegeben.
Bis in die heutige Zeit sind radioberühmte Jazzmusiker eine Quelle
der Inspiration für Big Bands, Rockmusiker, Bluessänger, aber auch Hip-Hopper
und Rapper, beispielhaft genannt sind Norah Jones und auch Katie Melua die zwar in den großen Konzerthallen und Staiden aber auch in berühmten Musiker Clubs auftreten.

 

Was ist Jazz

Was ist Jazz eigentlich?

Eine genaue Definition ist schwierig. Jedenfalls
handelt es sich beim Jazz um eine Musikrichtung, die um die Zeit der
Jahrhundertwende 1900 in den Südstaaten der USA entstand. Sie wurde zuerst
hauptsächlich von US- Bürgern afroamerikanischer Abstammung gespielt und in der
Folgezeit immer wieder weiterentwickelt. Dabei verschmolz der ursprüngliche Jazz
mit ganz verschiedenen anderen Musikarten und -genres. Diese Verbindung
unterschiedlicher Stile nennt man Crossover. Der Jazz heutiger Zeit weist ganz
unterschiedliche Richtungen und Formen auf und erinnert teilweise nur noch in
Ansätzen an seine afroamerikanische Herkunft. Häufig wird der Jazz als die
“klassische Musik” Amerikas bezeichnet, was seine hohe musikalische Qualität im
Vergleich zu anderen Stilen hervorheben soll. Im Laufe der Zeit hat der Jazz
beinahe jedes andere Musikgenre beeinflusst, so zum Beispiel den Folk und den
Pop. Auf den Jazz selbst haben in seiner Entstehungszeit neben afrikanischen
auch europäische musikalische Traditionen Einfluss genommen.

Kennzeichnend für die Musik des Jazz sind die sogenannten “blue notes”, Polyrythmen, Synkopen,
die sogenannten “swung notes” und natürlich die Improvisation. Von Anfang an
entstanden im Jazz zahlreiche Unterformen. Beispiele sind der New Orleans
Dixieland Jazz, der sich bereits in den 1910er Jahren herausbildete, sowie der
aus den 1930er und 1940er Jahren stammente Big Band- Style. In den 1940er Jahren
entwickelten sich außerdem der Bebop und verschiedene Latin- Jazz- Verbindungen
wie der Brazilian Jazz, der Free Jazz in den 1950er und 1960er Jahren und der
Acid Jazz in den 1980er Jahren, der Elemente des Hip Hop sowie des Funk mit
aufnahm.
Was ist Jazz?

Im Grunde genommen ist eine Definition dieser Musik
unmöglich. Aufgrund seiner Bandbreite und Vielfältigkeit definiert man den
Begriff Jazz am besten über seine Enstehung. Er lässt sich dann beschreiben als
diejenige Musik, die in den Südstaaten der USA um die Jahrhundertwende infolge
der Konfrontation der Schwarzen mit der europäischen Musik entstand. Im
Vergleich zu anderen Musikstilen spielen Spontaneität und Vitalität der Musiker
eine große Rolle, und der Jazz hat einen besonderen Bezug zur Zeit, den “Swing”.
Gute Jazz- Musiker müssen außerdem auf jeden Fall gut improvisieren können. In
der frühen Zeit spielten bei der Improvisation vor allem die sogenannten Call-
and- Response- Abfolgen eine wichtige Rolle.

Im Gegensatz zu der klassischen europäischen Musik geht es im Jazz gerade nicht darum, die Musik so zu spielen, wie sie niedergeschrieben wurde. Es sind also Kreativität und eigene
musikalische Vorstellungen gefragt, wenn es darum geht, richtig guten Jazz zu
spielen. Doch trotz dieser Definitionsversuche schleicht sich bei aller Routine
immer wieder einmal die Frage ein: Was ist Jazz wirklich?