Was ist Jazz
Was ist Jazz eigentlich?
Eine genaue Definition ist schwierig. Jedenfalls
handelt es sich beim Jazz um eine Musikrichtung, die um die Zeit der
Jahrhundertwende 1900 in den Südstaaten der USA entstand. Sie wurde zuerst
hauptsächlich von US- Bürgern afroamerikanischer Abstammung gespielt und in der
Folgezeit immer wieder weiterentwickelt. Dabei verschmolz der ursprüngliche Jazz
mit ganz verschiedenen anderen Musikarten und -genres. Diese Verbindung
unterschiedlicher Stile nennt man Crossover. Der Jazz heutiger Zeit weist ganz
unterschiedliche Richtungen und Formen auf und erinnert teilweise nur noch in
Ansätzen an seine afroamerikanische Herkunft. Häufig wird der Jazz als die
“klassische Musik” Amerikas bezeichnet, was seine hohe musikalische Qualität im
Vergleich zu anderen Stilen hervorheben soll. Im Laufe der Zeit hat der Jazz
beinahe jedes andere Musikgenre beeinflusst, so zum Beispiel den Folk und den
Pop. Auf den Jazz selbst haben in seiner Entstehungszeit neben afrikanischen
auch europäische musikalische Traditionen Einfluss genommen.
Kennzeichnend für die Musik des Jazz sind die sogenannten “blue notes”, Polyrythmen, Synkopen,
die sogenannten “swung notes” und natürlich die Improvisation. Von Anfang an
entstanden im Jazz zahlreiche Unterformen. Beispiele sind der New Orleans
Dixieland Jazz, der sich bereits in den 1910er Jahren herausbildete, sowie der
aus den 1930er und 1940er Jahren stammente Big Band- Style. In den 1940er Jahren
entwickelten sich außerdem der Bebop und verschiedene Latin- Jazz- Verbindungen
wie der Brazilian Jazz, der Free Jazz in den 1950er und 1960er Jahren und der
Acid Jazz in den 1980er Jahren, der Elemente des Hip Hop sowie des Funk mit
aufnahm.
Was ist Jazz?
Im Grunde genommen ist eine Definition dieser Musik
unmöglich. Aufgrund seiner Bandbreite und Vielfältigkeit definiert man den
Begriff Jazz am besten über seine Enstehung. Er lässt sich dann beschreiben als
diejenige Musik, die in den Südstaaten der USA um die Jahrhundertwende infolge
der Konfrontation der Schwarzen mit der europäischen Musik entstand. Im
Vergleich zu anderen Musikstilen spielen Spontaneität und Vitalität der Musiker
eine große Rolle, und der Jazz hat einen besonderen Bezug zur Zeit, den “Swing”.
Gute Jazz- Musiker müssen außerdem auf jeden Fall gut improvisieren können. In
der frühen Zeit spielten bei der Improvisation vor allem die sogenannten Call-
and- Response- Abfolgen eine wichtige Rolle.
Im Gegensatz zu der klassischen europäischen Musik geht es im Jazz gerade nicht darum, die Musik so zu spielen, wie sie niedergeschrieben wurde. Es sind also Kreativität und eigene
musikalische Vorstellungen gefragt, wenn es darum geht, richtig guten Jazz zu
spielen. Doch trotz dieser Definitionsversuche schleicht sich bei aller Routine
immer wieder einmal die Frage ein: Was ist Jazz wirklich?






